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<title>Trinkwasser</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Trinkwasser</span></h1>
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<p><b>Trinkwasser</b> ist <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a> für den <a href="Mensch" title="Mensch">menschlichen</a> <a href="Bedarf" title="Bedarf">Bedarf</a>. Trinkwasser ist das wichtigste <a href="Lebensmittel" title="Lebensmittel">Lebensmittel</a>, es kann nicht ersetzt werden (Eingangs- und Leitsatz der <a href="DIN" class="mw-redirect" title="DIN">DIN</a> 2000). Daher ist es ein besonders zu schützendes <a href="Gut_(Wirtschaftswissenschaft)" title="Gut (Wirtschaftswissenschaft)">Gut</a> und ein Teil der <a href="Daseinsf%C3%BCrsorge" class="mw-redirect" title="Daseinsfürsorge">Daseinsfürsorge</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Wassergewinnung" title="Wassergewinnung">Wasserbeschaffung</a>, <a href="Trinkwasseraufbereitung" class="mw-redirect" title="Trinkwasseraufbereitung">Aufbereitung</a> und <a href="Wasserverteilungssystem" title="Wasserverteilungssystem">Verteilung</a> von Trinkwasser ist Aufgabe der <a href="Wasserwirtschaft" title="Wasserwirtschaft">Wasserwirtschaft</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definition_und_Anforderungen">Definition und Anforderungen</h2></div>
<p>Als Trinkwasser ist jedes Wasser definiert, das zum
</p>
<ul><li><a href="Trinken" title="Trinken">Trinken</a>, zum <a href="Kochen" title="Kochen">Kochen</a>, zur <a href="Zubereitung" title="Zubereitung">Zubereitung</a> von <a href="Gericht_(Speise)" title="Gericht (Speise)">Speisen</a> und <a href="Getr%C3%A4nk" title="Getränk">Getränken</a></li></ul>
<p>oder insbesondere zu den folgenden häuslichen Zwecken bestimmt ist:
</p>
<ul><li><a href="K%C3%B6rperpflege" title="Körperpflege">Körperpflege</a> und -Reinigung,</li>
<li><a href="Reinigung_(Instandhaltung)" title="Reinigung (Instandhaltung)">Reinigung</a> von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen (Gläser, Geschirr, Besteck) oder</li>
<li>Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen (<a href="Kleidung" title="Kleidung">Kleidung</a>, <a href="W%C3%A4sche" title="Wäsche">Wäsche</a>)<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Trinkwasser ist <a href="S%C3%BC%C3%9Fwasser" title="Süßwasser">Süßwasser</a> mit einem so hohen <a href="Stoffreinheit" title="Stoffreinheit">Reinheitsgrad</a>, dass es – gemäß den definierten Güteanforderungen – für den menschlichen Gebrauch als geeignet eingestuft ist, insbesondere zum Trinken und zur Speisenzubereitung. Trinkwasser darf nur die Stoffe oder Organismen enthalten oder in bestimmten Mengen enthalten, für die es entweder keine Grenzwertfestlegungen gibt oder für die festgelegte <a href="Grenzwert_(Technik)" title="Grenzwert (Technik)">Grenzwerte</a> nicht über- oder unterschritten werden. Nicht enthalten sein dürfen z.&nbsp;B. krankheitserregende <a href="Mikroorganismen" class="mw-redirect" title="Mikroorganismen">Mikroorganismen</a>. <a href="Mineralstoff" title="Mineralstoff">Mineralstoffe</a> sollten in einer Mindestkonzentration enthalten sein. Keine Grenzwertfestlegungen gibt es für viele chemische Schadstoffe (s. <a href="#Schadstoffbelastung">Schadstoffbelastung</a>). Anforderungen der Keimfreiheit am Entnahmeort (Verbraucher) erzwingen unter bestimmten Bedingungen (Gewinnungsort, Leitungslänge) dauerhafte oder bedarfsgerechte <a href="#Trinkwasseraufbereitung">Desinfektionsmaßnahmen</a>, was (etwa durch <a href="Chlorung" title="Chlorung">Chlorungsverfahren</a>) innerhalb o.&nbsp;g. Grenzwerte chemische Kontamination impliziert.
</p><p>Die Güteanforderungen an Trinkwasser sind in Deutschland in der DIN 2000, in der <a href="Trinkwasserverordnung" title="Trinkwasserverordnung">Trinkwasserverordnung</a> (TrinkwV) und in der „Allgemeinen Verordnung für die Versorgung mit Wasser“ (AVBWasserV) festgelegt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wasser ist in <a href="Siedlungswasserwirtschaft_in_Deutschland" title="Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland">Deutschland kein Mangelartikel</a> und kann in ausreichenden Maß dem <a href="Wasserdargebot" title="Wasserdargebot">Wasserdargebot</a> entnommen werden. Im Gegensatz zu anderen natürlichen Ressourcen wird Wasser nicht verbraucht, sondern nur gebraucht. Es kann dabei verunreinigt werden und ist dann eventuell mit Schadstoffen belastet. Die gesamte Wassermenge der Erde in allen <a href="Aggregatzustand" title="Aggregatzustand">Aggregatzuständen</a> bleibt gleich, lediglich die Verteilung zwischen den <a href="Umweltkompartiment" title="Umweltkompartiment">Umweltkompartimenten</a> ändert sich. Nur eine äußerst geringe Menge des Wassers entweicht als Wasserdampf aus der Lufthülle in das <a href="Weltall" class="mw-redirect" title="Weltall">Weltall</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wasserbedarf">Wasserbedarf</h2></div>
<p>Der Wasserbedarf des Menschen variiert je nach körperlicher Verfassung, Körpermasse, Aktivität, Umgebungstemperatur, Umgebungsluftfeuchtigkeit und anderen Faktoren. Der Mensch nimmt Wasser in Form von Getränken und Speisen zu sich und gibt es mit Urin, Kot, Schweiß und Atemluft ab. Wasser entsteht im Körper beim <a href="Zellatmung" title="Zellatmung">oxidativen Abbau</a> von organischen Nahrungsstoffen.
</p><p>Die <a href="Weltgesundheitsorganisation" title="Weltgesundheitsorganisation">WHO</a> gibt bei „hohem Bedarf“ eine Trinkwasserbedarfsschätzung von etwa zwei Litern je Tag für einen 60&nbsp;kg schweren Erwachsenen und von einem Liter für ein Kind mit 10&nbsp;kg Körpergewicht an.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Flüssigkeitsbedarf kann ergänzend durch Trinken ausreichender Mengen von Saft, Milch oder Kaffee gedeckt werden und variiert individuell stark.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Leitungswasser" title="Leitungswasser">Leitungswasser</a> wird zudem für weitere Zwecke, wie Wäschewaschen, Toilettenspülung, Körper-, Geschirr- und Wohnungsreinigung verwendet. In den letzten Jahrzehnten wurde mit einem Verbrauch an Trinkwasser von 120 bis 140 Liter pro Tag und Einwohner gerechnet. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser ist in Deutschland laut einer Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.&nbsp;V. (BDEW) durch einen bewussten Umgang mit Wasser seit 1990 kontinuierlich gesunken.
</p><p>In anderen Ländern ist der Verbrauch teilweise weitaus höher. Der Gesamtwasserverbrauch in Italien wird mit 260 Litern pro Tag und Einwohner angegeben. In der Wüstenstadt Dubai, wo Trinkwasser üblicherweise durch <a href="Meerwasserentsalzung" title="Meerwasserentsalzung">Meerwasserentsalzung</a> hergestellt wird, lagen in den 2010er Jahren die Werte pro Kopf bei über 500 Liter je Tag für den gesamten Verbrauch. Dort wird ebenso wie für den hohen Stromverbrauch eine Verbrauchssenkung angestrebt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>


<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<p>Trinkwasser wird dem <a href="Wasserdargebot" title="Wasserdargebot">Wasserdargebot</a> entnommen und kann aus verschiedenen Quellen gewonnen werden:
</p>
<ul><li><a href="Hyporheisches_Interstitial" title="Hyporheisches Interstitial">Hyporheische Zonen</a> und <a href="Grundwasserleiter" title="Grundwasserleiter">Grundwasserleiter</a> mittels <a href="Brunnen" title="Brunnen">Brunnen</a></li>
<li><a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlag</a>, einschließlich Regen, Hagel, Schnee, Nebel usw.</li>
<li><a href="Oberfl%C3%A4chenwasser" title="Oberflächenwasser">Oberflächenwasser</a> wie <a href="Quelle" title="Quelle">Quellen</a>, Flüsse, Bäche und Gletscher</li>
<li><a href="Meerwasserentsalzung" title="Meerwasserentsalzung">Meerwasser (entsalzt)</a></li>
<li>Biologische Quellen wie Pflanzen</li>
<li><a href="Wasserverteilungssystem" title="Wasserverteilungssystem">Wasserversorgungsnetze</a></li>
<li>Atmosphärische Wassererzeuger<sup id="cite_ref-10.1038/s41586-021-03900-w_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-10.1038/s41586-021-03900-w-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Urin" title="Urin">Urin</a>, feuchte Abfälle, Abluft und feuchter Boden – durch <a href="Destillation" title="Destillation">Destillation</a></li></ul>
<p>Zu den Bedrohungen für die <a href="Wasserverf%C3%BCgbarkeit" title="Wasserverfügbarkeit">Verfügbarkeit von Wasserressourcen</a> gehören: <a href="Wasserknappheit" title="Wasserknappheit">Wasserknappheit</a>/<a href="Wasserkrise" title="Wasserkrise">Wasserkrisen</a>, <a href="Wasserverschmutzung" class="mw-redirect" title="Wasserverschmutzung">Wasserverschmutzung</a>, fehlende <a href="Wasseraufbereitung" title="Wasseraufbereitung">Aufbereitung</a> oder <a href="Wasserfilter" title="Wasserfilter">Wasserfilter</a>, <a href="Konflikte_um_Wasser" title="Konflikte um Wasser">Wasserkonflikte</a>, <a href="Grundwasser#Wassersicherheit" title="Grundwasser">unzureichende Brunnentiefe, Dürreperioden und Überförderung</a><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie der Klimawandel.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Qualität_des_Trinkwassers"><span id="Qualit.C3.A4t_des_Trinkwassers"></span>Qualität des Trinkwassers</h2></div>


<p>In <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>,<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>, der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>, <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> und den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a> ist Trinkwasser das am intensivsten kontrollierte <a href="Lebensmittel" title="Lebensmittel">Lebensmittel</a> und im Normalfall uneingeschränkt zum <a href="Ern%C3%A4hrung" title="Ernährung">Verzehr</a> geeignet.
</p><p>Probleme bei der Qualität des Trinkwassers aus <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasser</a> können in der Regel durch die ordnungsgemäße Ausweisung von <a href="Wasserschutzgebiet" title="Wasserschutzgebiet">Schutzgebieten</a> vermieden werden. Teilweise ist die Unterschutzstellung in Gebieten mit intensiver konventioneller landwirtschaftlicher Nutzung jedoch nicht ausreichend. Insbesondere durch zu starke <a href="G%C3%BClle" title="Gülle">Gülledüngung</a> oder durch alte Kläranlagen und den dadurch verursachten <a href="Nitrat" class="mw-redirect" title="Nitrat">Nitrateintrag</a> in das Grundwasser kann das daraus gewonnene Trinkwasser für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich sein. In diesen Fällen muss der Wasserversorger die Nitratkonzentration durch Aufbereitung, tiefere Brunnen und Kooperationen mit der Landwirtschaft senken.
</p><p>Wasser aus Uferfiltrat kann Schadstoffe aus <a href="Kl%C3%A4ranlage" title="Kläranlage">Kläranlagen</a> oder Industrieeinleitungen enthalten. Schadstoffe können im „Normalbetrieb“ oder durch Unfälle in Gewässer gelangen. Wasserversorger an den großen Flüssen Deutschlands sind zu Vorfeldkontrolle und zur Bereitstellung redundanter Techniken zur Wasseraufbereitung übergegangen. <a href="Arzneimittel" title="Arzneimittel">Medikamente</a> und andere pharmakologisch wirksame Stoffe, beispielsweise <a href="R%C3%B6ntgenkontrastmittel" class="mw-redirect" title="Röntgenkontrastmittel">Röntgenkontrastmittel</a> oder <a href="Antibabypille" title="Antibabypille">Sexualhormone</a>, können durch den Wasserkreislauf in das Trinkwasser gelangen und zu systemischen Risiken führen.
</p><p>Für Trinkwasser bestehen im deutschsprachigen Raum höhere Qualitätsanforderungen als für industriell abgepacktes <a href="Mineralwasser" title="Mineralwasser">Mineralwasser</a> und <a href="Tafelwasser" title="Tafelwasser">Tafelwasser</a>. Es gilt als das am besten untersuchte Lebensmittel. Trinkwasser und Tafelwasser muss im Gegensatz zu natürlichem Mineralwasser nicht „ursprünglich rein“ sein, darf also aufbereitet und vermischt werden. So darf mit Kohlenstoffdioxid versetztes Trinkwasser – unabhängig von Qualität und Mineralstoffgehalt – in Gaststätten nicht als Mineralwasser angeboten werden.
</p><p>In anderen Ländern ist die Trinkwasserqualität mangels Aufbereitung und Überwachung häufig schlechter. In beliebten Urlaubsgebieten wie <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> und <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a> variiert angeblich teilweise die Qualität des Leitungswassers von „als Trinkwasser geeignet“ bis „beim Verzehr in großen Mengen gesundheitsgefährdend“.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="China" title="China">China</a> sind 60 bis 80 Prozent des Grundwassers schwer <a href="Gew%C3%A4sserverschmutzung" title="Gewässerverschmutzung">verschmutzt</a> und nicht mehr als Trinkwasser geeignet.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In Europa ist das Trinkwasser in aller Regel zum Kochen geeignet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Durchschnittliche_Zusammensetzung">Durchschnittliche Zusammensetzung</h3></div>
<p>Die am häufigsten im Trinkwasser gelösten Mineralstoffe sind die <a href="Kation" title="Kation">Kationen</a> <a href="Calcium" title="Calcium">Calcium</a> (Ca<sup>2+</sup>), <a href="Magnesium" title="Magnesium">Magnesium</a> (Mg<sup>2+</sup>) und <a href="Natrium" title="Natrium">Natrium</a> (Na<sup>+</sup>) und die <a href="Anion" title="Anion">Anionen</a> <a href="Carbonat" class="mw-redirect" title="Carbonat">Carbonat</a> (CO<sub>3</sub><sup>2−</sup>), <a href="Hydrogencarbonat" class="mw-redirect" title="Hydrogencarbonat">Hydrogencarbonat</a> (HCO<sub>3</sub><sup>−</sup>), <a href="Chlorid" class="mw-redirect" title="Chlorid">Chlorid</a> (Cl<sup>−</sup>) und <a href="Sulfat" class="mw-redirect" title="Sulfat">Sulfat</a> (SO<sub>4</sub><sup>2−</sup>). Die Summe der Konzentrationen von Calcium und Magnesium wird als <a href="Wasserh%C3%A4rte" title="Wasserhärte">Wasserhärte</a> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schadstoffbelastung">Schadstoffbelastung</h3></div>
<p>In Einzelfällen können erhöhte Belastungen des Trinkwassers mit Schadstoffen (beispielsweise <a href="Arsen" title="Arsen">Arsen</a>, <a href="Barium" title="Barium">Barium</a>, <a href="Blei" title="Blei">Blei</a>, <a href="Cadmium" title="Cadmium">Cadmium</a>, <a href="Chlorid" class="mw-redirect" title="Chlorid">Chlorid</a>, <a href="Eisen" title="Eisen">Eisen</a>, <a href="Kupfer" title="Kupfer">Kupfer</a>, <a href="Nitrat" class="mw-redirect" title="Nitrat">Nitrat</a>, <a href="Phosphat" class="mw-redirect" title="Phosphat">Phosphat</a>, <a href="Uran" title="Uran">Uran</a>, <a href="Zink" title="Zink">Zink</a>) beim Endverbraucher vorkommen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im März 2013 berichtete das ZDF über erhöhte Belastung des Trinkwassers mit chemischen Abfällen wie Antibiotika, Pestiziden oder Desinfektionsmitteln.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der <a href="Ostschweiz" title="Ostschweiz">Ostschweiz</a> wurden 300 Trink- und <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasserproben</a> genommen, in denen sich zeigte, dass der offizielle Höchstwert des krebserregenden Pestizids <a href="Chlorthalonil" title="Chlorthalonil">Chlorthalonil</a> in über 10&nbsp;% der Proben überschritten wurde.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Arzneistoffe sind ebenfalls zu finden.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Grenzwerte legt (in Deutschland) die Trinkwasserverordnung fest, doch für viele Schadstoffe existieren noch keine Grenzwertfestlegungen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zum Schutz der Trinkwasserquellen wurden die <a href="Gefahrenklasse" title="Gefahrenklasse">Gefahrenklassen</a> <a href="PMT-Stoff" title="PMT-Stoff">PMT</a> und <a href="VPvM-Stoff" title="VPvM-Stoff">vPvM</a> eingeführt.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Blei">Blei</h3></div>
<p>Verantwortlich für erhöhte Bleianteile im Trinkwasser können alte Bleileitungen in der Hausinstallation sein. Die <a href="Stiftung_Warentest" title="Stiftung Warentest">Stiftung Warentest</a> fand bei der Auswertung von 20.000 <a href="Wasseranalyse" title="Wasseranalyse">Trinkwasseranalysen</a> aus dem Zeitraum von 1994 bis 2004, aus Zapfhähnen in Haushalten, bei fünf Prozent der Proben mehr als 25 Mikrogramm je Liter (µg/l) Blei. Ein erhöhtes Risiko bestand demnach in ostdeutschen Regionen, in Schleswig-Holstein und in den Großräumen Hamburg, Bremen, Bonn und Frankfurt.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Grenzwert gemäß TrinkwV liegt bei 10&nbsp;µg/l. Trinkwasseranalysen können klären, ob die eigene Hausinstallation betroffen ist.
</p><p>Mit Stand 2021 werden in den USA bis zu 20 Millionen Menschen mit Wasser aus Bleileitungen versorgt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Arsen_und_Fluorid">Arsen und Fluorid</h3></div>
<p>Weltweit beziehen rund 300 Millionen Menschen ihr Wasser aus Grundwasservorräten. Rund 10 Prozent der Grundwasserbrunnen sind jedoch mit Arsen oder Fluorid kontaminiert. Diese Spurenstoffe sind meist natürlichen Ursprungs und werden vom Wasser aus Felsen und Sedimenten ausgewaschen. Im Jahr 2008 präsentierte das Schweizer Wasserforschungsinstitut <a href="Eawag" title="Eawag">Eawag</a> eine neue Methode, mit der sich Gefahrenkarten für geogene Giftstoffe im Grundwasser erstellen lassen, ohne dass sämtliche Brunnen und Grundwasservorräte einer Region dafür überprüft werden müssen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2016 machte die Eawag ihr Wissen auf der Grundwasser Assessment Plattform (GAP) frei zugänglich.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Internetportal bietet Behördenmitgliedern, Mitarbeitern von NGOs und anderen Fachleuten die Möglichkeit, eigene Messdaten hochzuladen und Risikokarten für Gebiete nach freier Wahl zu erstellen.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Arsen#Grenzwerte_für_Wasser" title="Arsen">Arsen#Grenzwerte für Wasser</a></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Fluoride#Vorkommen_und_Aufnahme" title="Fluoride">Fluoride#Vorkommen und Aufnahme</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Uranbelastung">Uranbelastung</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutschland">Deutschland</h4></div>
<p>Die Verbraucherorganisation <a href="Foodwatch" title="Foodwatch">Foodwatch</a> warnte 2008 vor hohen Urankonzentrationen, so wurden 39&nbsp;µg/l Uran in Maroldsweisach im Landkreis Haßberge (Bayern), 33&nbsp;µg/l in Lobenrot im Landkreis Esslingen und 30,08&nbsp;µg/l in Reimershagen im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ermittelt. Insgesamt liegen bei 8200 gemeldeten Messungen 150 oberhalb von 10&nbsp;µg/l vor, dem Grenzwert der novellierten TrinkwV von 2011.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Durchschnitt enthält Trinkwasser in Deutschland mit 0,3&nbsp;µg/l Uran <i>weniger</i> Uran als Mineralwasser mit durchschnittlich 2,8 µg/l.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Zusammenhang erhöhter Urangehalte in Mineral- und Trinkwässern mit der Geologie der Grundwasserspeichergesteine wurde 2008 erstmals bundesweit untersucht.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei stellte sich heraus, dass erhöhter Urangehalt an Formationen wie Buntsandstein oder <a href="Keuper" title="Keuper">Keuper</a> gebunden sind, die <a href="Geogen" title="Geogen">geogen</a> selbst erhöhte Urangehalte aufweisen. Örtlich ist Uran aus <a href="Phosphatd%C3%BCnger" title="Phosphatdünger">Phosphatdünger</a> in das Grundwasser durchgeschlagen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schweiz">Schweiz</h4></div>
<p>Im Rahmen eines Monitorings durch das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Gesundheit" title="Bundesamt für Gesundheit">Bundesamt für Gesundheit</a> (BAG) wurde in den 2000er-Jahren unter anderem der Urangehalt des Trinkwassers auf Basis von 5000 Proben in der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich aufgearbeitet.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierbei wurde festgestellt, dass höhere Konzentrationen vor allem im Alpenraum festgestellt worden sind, falls das Wasser aus Grund- oder Quellwasser gewonnen wird, das „in Kontakt mit uranhaltigen Gesteinen und Sedimenten steht.“ In 0,3&nbsp;% der Proben wurde der WHO-Richtwert von 30&nbsp;µg/l überschritten.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Basierend auf die Untersuchungsergebnisse wurde in der TBDV ein Grenzwert von 30 µg/l festgeschrieben.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biologische_Belastungen">Biologische Belastungen</h3></div>
<p>Trinkwasser kann in einzelnen Fällen die Quelle epidemischer Krankheitsausbrüche durch enterale pathogene Viren sein. So wurde in Finnland in den Jahren 1998 bis 2003 eine Studie über trinkwasserbedingte <a href="Norovirus" title="Norovirus">Norovirus</a>-Ausbrüche durchgeführt. Dabei konnten bei 10 von 18 Norwalk-Virus-Ausbrüchen die nachgewiesenen Subtypen in den Stuhlproben der Patienten, wie in den entsprechenden Trinkwasserproben nachgewiesen werden.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies sind Ausnahmen, die regional sehr begrenzt auftreten und die umgehend durch Sanierung behoben werden. Weit über 99&nbsp;% des in Deutschland abgegebenen Trinkwassers sind gemäß Bundesgesundheitsamt und Umweltbundesamt ohne Beanstandungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Preis_des_Trinkwassers">Preis des Trinkwassers</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland_2">Deutschland</h3></div>

<p>Der <a href="Wasser-_und_Abwasserpreise_in_Deutschland" title="Wasser- und Abwasserpreise in Deutschland">Preis für Trinkwasser in Deutschland</a> ist regional sehr verschieden. Die Kosten für die <a href="Wasserversorgung" title="Wasserversorgung">Trinkwasserversorgung</a> werden überwiegend von den hohen Fixkosten bestimmt. Der Löwenanteil bezieht sich dabei auf Kosten für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. In den Fixkosten enthalten sind die Kosten für Gewinnung, Aufbereitung (wenn erforderlich), Speicherung, Förderung (Pumpen), Transportleitungen, innerörtliche Versorgungsleitungen (Anschlussdichte, d.&nbsp;h. Abnehmer pro km Versorgungsleitung) und Wasserzähler, die auch ohne <a href="Wasserverbrauch" title="Wasserverbrauch">Verbrauch</a> anfallen. Diese Kosten werden zudem von den geologischen und topografischen Verhältnissen, von der Siedlungsstruktur und der Sanierungsrate der Versorgungsleitungen beeinflusst. Üblicherweise werden diese Fixkosten auf die Verbrauchskosten umgelegt. So kostet Trinkwasser in Deutschland Anfang 2019 im Mittel etwa 1,72&nbsp;Euro pro Kubikmeter. Der Fixkostenanteil in der Wasserversorgung beträgt im Mittel zwischen 75&nbsp;% und 85&nbsp;% der Gesamtkosten, somit kann Wassersparen auf die Gesamtgruppe der angeschlossenen Verbraucher gesehen kaum zu geringeren Kosten für die Verbraucher führen.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abwassergebühren werden zumeist 1:1 nach dem Trinkwasserbezug des Privathaushalts taxiert, wofür etwa zwei bis vier Euro pro Kubikmeter hinzukommen.
</p><p>2007 und 2011 ermittelten Studien in <a href="Essen" title="Essen">Essen</a> einen etwa 340&nbsp;% höheren Preis als in Augsburg. In Essen ist das Wasser doppelt so teuer wie im benachbarten <a href="Bochum" title="Bochum">Bochum</a>. Als Ursache für die Preisunterschiede werden unterschiedliche Voraussetzungen (Rohwasserherkunft, Rohwasserqualität, Aufbereitungskosten, Topografie, Infrastrukturkosten) bei den Wasserversorgern genannt.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz_2">Schweiz</h3></div>
<p>Der Trinkwasserpreis wird primär durch die Gewinnungsart und den Transport bestimmt, der von Ort zu Ort unterschiedlich ist. Die Wasserkorporationen bzw. die dafür zuständigen <a href="Politische_Gemeinde" title="Politische Gemeinde">Gemeinden</a> legen zudem fest, inwieweit kommende Investitionen bzw. deren Amortisation im Preis zu berücksichtigen sind.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daraus resultierend legt jede Wasserkorporation bzw. Gemeinde für die jeweiligen Versorgungsgebiete die Trinkwasserpreise fest. In <a href="St._Gallen" title="St. Gallen">St. Gallen</a>, das Seewasser aus dem Bodensee bezieht und entsprechend hinaufgepumpt werden muss, kostet per 2017 der Kubikmeter 2.66&nbsp;Fr.,<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> während das Grund- und Quellwasser in <a href="Altdorf_UR" title="Altdorf UR">Altdorf</a> 0.40&nbsp;Fr. kostet.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hinzu kommen Gebühren für den Anschluss, für den Wasserzähler sowie für das Abwasser.
</p><p>Auf der Website des Eidgenössischen <a href="Preis%C3%BCberwacher" title="Preisüberwacher">Preisüberwachers</a> können die Wasserkosten zu den 300 einwohnergrössten Gemeinden eingesehen werden.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hygienische_Aspekte">Hygienische Aspekte</h2></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Trinkwasserhygiene" title="Trinkwasserhygiene">Trinkwasserhygiene</a> und <a href="Water_Safety_Plan" title="Water Safety Plan">Water Safety Plan</a></i></div>

<p>Eine sichere und hygienische Wasserversorgung ist ein entscheidender Beitrag zur Gesundheit und <a href="Seuchen" class="mw-redirect" title="Seuchen">Seuchenvermeidung</a>. Trinkwasser muss in Deutschland gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) die folgenden Anforderungen erfüllen:
</p>
<ul><li>farblos, geruchlos</li>
<li>frei von Krankheitserregern</li>
<li>nicht gesundheitsschädigend</li>
<li>geschmacklich neutral und kühl</li>
<li>gelöste mineralische Stoffe in bestimmten Konzentrationsbereichen</li></ul>
<p>Trinkwasser wird in Mitteleuropa zumeist aus <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasser</a> durch <a href="Brunnenbau" title="Brunnenbau">Brunnen</a>, seltener <a href="Artesischer_Brunnen" title="Artesischer Brunnen">Artesische Brunnen</a> oder direkt aus <a href="Quelle" title="Quelle">Quellen</a> gewonnen. Auch <a href="Oberfl%C3%A4chenwasser" title="Oberflächenwasser">Oberflächenwasser</a> aus <a href="Talsperre" title="Talsperre">Talsperrseen</a>, Seen oder Flüssen wird verwendet. Dabei wird das Wasser entweder direkt aus dem Gewässer entnommen oder als <a href="Uferfiltrat" title="Uferfiltrat">Uferfiltrat</a> aus Brunnen in Gewässernähe zu Trinkwasser aufbereitet. In Einzelfällen, meist im außereuropäischen Raum, wird es direkt aus Flusswasser gewonnen. Der Transport zum Verbraucher erfolgt in Industriestaaten zumeist durch ein <a href="Wasserverteilungssystem" title="Wasserverteilungssystem">Wasserverteilungssystem</a> aus Pumpen, Leitungen und Behältern. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sowie manchmal in Notsituationen in Industriestaaten wird es durch Tankwagen oder Gebinde wie Flaschen, Fässer und Kunststoffsäcke verteilt.
</p><p>Eine wichtige Richtlinie für Trinkwasseranlagen in Deutschland ist die VDI 6023. Sie beschäftigt sich mit korrekter Planung, Errichtung, Betrieb und Instandsetzung von Trinkwasseranlagen in Gebäuden und auf Grundstücken. Da Trinkwasser in Zuleitungen vor den Zapfstellen zwischenzeitlich nicht fließt, können sich bei längerer <a href="Stagnation" title="Stagnation">Stagnationszeit</a> in den <a href="Wasserleitung" title="Wasserleitung">Wasserleitungen</a> mehr Mikroorganismen entwickeln, in höherer Konzentration als dies nach der Trinkwasserverordnung zulässig ist. Wasser, das über längere Zeit in einer Armatur oder Rohren aus <a href="Rotguss" title="Rotguss">Rotguss</a> stand, kann einen höheren Gehalt gelöster Metalle wie etwa Blei aufweisen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisation_der_Trinkwasserversorgung">Organisation der Trinkwasserversorgung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Siedlungswasserwirtschaft_in_Deutschland" title="Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland">Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland</a></i></div>

<p>Deutschland, Österreich und die Schweiz sind aufgrund ihrer geographischen Lage und Niederschlagssituation so wasserreich, dass der Wasserbedarf meist lokal oder regional gedeckt werden kann. In vielen Fällen sind aber in Mitteleuropa regionale und überregionale Flächenversorgungen (zum Beispiel <a href="Gelsenwasser" title="Gelsenwasser">Gelsenwasser</a> oder <a href="Suez_Environnement" class="mw-redirect" title="Suez Environnement">Suez Environnement</a>) aufgebaut worden. Die Errichtung, Erhaltung und der Betrieb von <a href="Wasserversorgung" title="Wasserversorgung">Wasserversorgungsanlagen</a> erfolgt in den meisten Bundesländern durch <a href="Gemeinde" title="Gemeinde">Kommunen</a>, <a href="Wasserversorgungsunternehmen" title="Wasserversorgungsunternehmen">Unternehmen</a>, <a href="Wassergenossenschaft" title="Wassergenossenschaft">Wassergenossenschaften</a>, <a href="Wasserverband" title="Wasserverband">Wasserverbände</a> und durch privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen. Anders als in anderen europäischen Ländern, wie in den Niederlanden, wo teilweise Konzentrationsprozesse staatlich beschleunigt wurden, ist in Deutschland die öffentliche Wasserversorgung bisher überwiegend kommunal geprägt und entsprechend den örtlichen Vorkommen organisiert.
</p><p>Nur wenige der deutschen Versorgungsunternehmen sind überregional und noch weniger international tätig. Die großen französischen Versorgungsunternehmen sind weltweit an der Privatisierung der Wasserversorgung aktiv beteiligt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Trinkwassergewinnung">Trinkwassergewinnung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Trinkwassergewinnung" class="mw-redirect" title="Trinkwassergewinnung">Trinkwassergewinnung</a></i></div>
<p>Etwa 25&nbsp;% der <a href="Weltbev%C3%B6lkerung" title="Weltbevölkerung">Weltbevölkerung</a> sind auf Wasser aus <a href="Karst" title="Karst">Karst</a>-<a href="Aquifer" class="mw-redirect" title="Aquifer">Aquiferen</a> angewiesen.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <i>Institut für angewandte Geowissenschaften</i> am <i><a href="Karlsruher_Institut_f%C3%BCr_Technologie" title="Karlsruher Institut für Technologie">Karlsruher Institut für Technologie</a></i> (KIT) veröffentlichte als Projekt der <i>IAH Karst Commission</i> (<i>International Association of Hydrogeologists</i>)<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im September 2017 auf dem 44. jährlichen Kongress der IAH in <a href="Dubrovnik" title="Dubrovnik">Dubrovnik</a> in Ergänzung der 2000 veröffentlichten <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasser</a>-<a href="Weltkarte" title="Weltkarte">Weltkarte</a> (WHYMAP, <i>World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme</i>)<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zusammen mit dem <i>Federal Institute for Geosciences and Natural Resources</i> (BGR) und der <a href="UNESCO" title="UNESCO">UNESCO</a> eine „Weltkarte der Karst-Grundwasserleiter“ (<i>World Karst Aquifer Map</i>).<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gewinnung_aus_Brunnen">Gewinnung aus Brunnen</h3></div>
<p>Bei <a href="Brunnen" title="Brunnen">Brunnen</a> werden generell zwei verschiedene Arten unterschieden, nämlich der <a href="Schachtbrunnen" class="mw-redirect" title="Schachtbrunnen">Schachtbrunnen</a> und der <a href="Bohrbrunnen" title="Bohrbrunnen">Bohrbrunnen</a>. Mit einem Schachtbrunnen wird oberflächennahes Grundwasser meist zwischen 8 und 10&nbsp;Meter unter Gelände gewonnen. Mit einem Bohrbrunnen wird das Grundwasser in Tiefen bis zu 400&nbsp;Meter bezogen.
</p><p>Die Brunnentiefe ist abhängig von der Lage und Mächtigkeit der wasserführenden Schichten. Jeder Brunnen hat eine maximale Förderkapazität, die abhängig ist von der Größe des Grundwasserleiters, dessen Durchlässigkeit und dem entsprechenden <a href="Brunnenbau" title="Brunnenbau">Brunnenausbau</a>, wie Brunnen- und Filterrohrdurchmesser und der Länge der Brunnenfilterstrecken. Unterwasserpumpen fördern das Wasser zur Aufbereitung oder bei brauchbarer Qualität direkt ins Trinkwasserleitungsnetz. Die Anzahl der Brunnen richtete sich nach den Mengenanforderungen der Verbraucher und der <a href="Wasserbilanz" title="Wasserbilanz">Wasserbilanz</a>, sie ist je Wassergewinnungsgebiet behördlich beschränkt, damit aus einem Gebiet nur die jeweils nachfließende Menge entnommen wird.
</p><p>Da Schachtbrunnen nicht in große Tiefen reichen, kann die Qualität des Wassers durch die Nähe zur Erdoberfläche beeinträchtigt sein. Beim Bohrbrunnen (Tiefbrunnen) wird ein Förderrohr eingehängt, das im wasserführenden Bereich Schlitze hat. Um Sand, Erde und andere grobe Schwebeteilchen zurückzuhalten, wird um das Rohr herum eine Filterkiespackung angebracht. Über der Erde mündet das Förderrohr in der <a href="Brunnenstube" title="Brunnenstube">Brunnenstube</a>, in dem die erforderlichen elektrischen und hydraulischen Einrichtungen untergebracht sind.
</p><p>Mit zunehmender Tiefe steigt die Temperatur des Wassers aus Tiefbrunnen (<i>geothermische Tiefenstufe</i>), und zwar im Mittel um 3&nbsp;°C pro 100&nbsp;m, falls keine geothermische Anomalie (wie im Oberrheingraben) vorliegt, die einen größeren Anstieg bewirkt. Bei einer angenommenen Jahresdurchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche von 10&nbsp;°C beträgt die Wassertemperatur demnach in 100&nbsp;m Tiefe ca. 13&nbsp;°C.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gewinnung_aus_Quellen">Gewinnung aus Quellen</h3></div>
<p><a href="Quellwasser" title="Quellwasser">Quellwasser</a> ist zutage tretendes Grundwasser. Seine Eignung als Trinkwasser hängt davon ab, ob oberflächennahes Grundwasser oder Wasser aus tieferen Schichten zutage tritt. Wird die Quelle überwiegend durch oberflächennahes Wasser (Tagwasser) gespeist, besteht die Gefahr, dass Umweltschadstoffe, Keime, Bakterien, Nitrat oder Mineralöle in das Quellwasser gelangen. Daher muss jede Quelle, die für die Trinkwassergewinnung herangezogen wird, durch eine entsprechend große <a href="Trinkwasserschutzzone" class="mw-redirect" title="Trinkwasserschutzzone">Trinkwasserschutzzone</a> abgesichert sein.
</p><p>Für die Trinkwassergewinnung sind folgende Quelltypen relevant:
</p>
<ul><li><a href="Schichtquelle" title="Schichtquelle">Schichtquelle</a>: Das Grundwasser tritt zutage, wenn die Wasser führende Schicht die Erdoberfläche schneidet.</li>
<li>Stauquelle: Grundwasser staut sich unter einer wasserundurchlässigen Schicht und tritt bei einem Durchbruch dieser Schicht an die Erdoberfläche.</li>
<li><a href="%C3%9Cberlaufquelle" title="Überlaufquelle">Überlaufquelle</a>: Das Grundwasser wird durch hydraulischen Druck in der Grundwasserschicht an die Erdoberfläche gedrückt.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gewinnung_aus_Oberflächengewässern"><span id="Gewinnung_aus_Oberfl.C3.A4chengew.C3.A4ssern"></span>Gewinnung aus Oberflächengewässern</h3></div>
<p><a href="Oberfl%C3%A4chenwasser" title="Oberflächenwasser">Oberflächenwasser</a> wird zur Trinkwassergewinnung aus Seen oder Flüssen gepumpt. Es muss zumeist aufbereitet werden. Bekannte Beispiele sind die überregionale <a href="Bodensee-Wasserversorgung" title="Bodensee-Wasserversorgung">Bodensee-Wasserversorgung</a>, die Wasserversorgung der Stadt Zürich oder die zahlreichen Wasserversorgungsanlagen, die das Rohwasser aus Talsperren entnehmen.
</p>
<dl><dt>Meerwasser</dt>
<dd></dd></dl>
<p>In wasserarmen Küstenländern wird Trinkwasser meist durch energieintensive <a href="Meerwasserentsalzung" title="Meerwasserentsalzung">Meerwasserentsalzungsanlagen</a> gewonnen, üblicherweise durch <a href="Umkehrosmose" title="Umkehrosmose">Umkehrosmose</a>. Der Energieaufwand beträgt 4 bis 9 Kilowattstunden pro Kubikmeter Wasser. Bei einer <a href="Destillation" title="Destillation">Destillation</a> bei Atmosphärendruck ohne Energierückgewinnung, würde er mit 700 Kilowattstunden weit darüber liegen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Trinkwasseraufbereitung">Trinkwasseraufbereitung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Wasseraufbereitung" title="Wasseraufbereitung">Wasseraufbereitung</a></i></div>
<p>Trinkwasseraufbereitung ist die Gewinnung von Trinkwasser durch Reinigung von Grund- oder Oberflächenwasser mittels chemischer und physikalischer Aufbereitungsverfahren und die Einstellung von bestimmten Parametern (pH-Wert, Ionenkonzentration), um es für den Gebrauch als Trinkwasser geeignet zu machen.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die für die Aufbereitung nötige Technologie ist in <a href="Wasserwerk" title="Wasserwerk">Wasserwerken</a> installiert. Trinkwasser in einzelnen Haushalten, die nicht an ein Wasserwerk angeschlossen sind oder deren <a href="Leitungswasser" title="Leitungswasser">Leitungswasser</a> nicht als Trinkwasser geeignet ist, wird häufig mit kleineren Geräten aufbereitet.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Art der Wasseraufbereitung hängt in beiden Fällen von der Güte des Rohwassers ab und richtet sich nach den im Rohwasser enthaltenen und zu entfernenden Stoffen. Insbesondere die Verfahren <a href="Filtration_(Trennverfahren)" title="Filtration (Trennverfahren)">Filtration</a>, <a href="Enteisenung_und_Entmanganung" title="Enteisenung und Entmanganung">Enteisenung und Entmanganung</a>, <a href="Ents%C3%A4uerung" title="Entsäuerung">Entsäuerung</a>, <a href="Entgasung" title="Entgasung">Entgasung</a>, <a href="Entcarbonisierung" title="Entcarbonisierung">Entcarbonisierung</a> und <a href="Desinfektion" title="Desinfektion">Desinfektion</a> werden häufig angewendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Basisbehandlungen">Basisbehandlungen</h3></div>
<p>Im Wasser enthaltene Schwebstoffe können durch Flockung zu voluminöseren Teilchen <a href="Aggregation_(Chemie)" title="Aggregation (Chemie)">aggregiert</a> und durch <a href="Filtration_(Trennverfahren)" title="Filtration (Trennverfahren)">Filtration</a> mit <a href="Kiesfilter" title="Kiesfilter">Kiesfiltern</a>, <a href="Sandfilter" title="Sandfilter">Sandfiltern</a> oder <a href="Polstofffiltration" title="Polstofffiltration">Polstofffiltern</a> aus dem Wasser entfernt werden. Durch Belüftung wird <a href="Korrosion" title="Korrosion">korrosives</a> <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlenstoffdioxid</a> ausgeblasen. Durch <a href="Oxidation" title="Oxidation">Oxidation</a> werden gelöste Eisen(II)-<a href="Ion" title="Ion">Ionen</a> zu unlöslichem <a href="Eisen(III)-oxidhydrat" class="mw-redirect" title="Eisen(III)-oxidhydrat">Eisen(III)-oxidhydrat</a> überführt und gelöste Mangan(II)-Ionen zu unlöslichen Mangan(IV)-Verbindungen. Die Eisenoxidation ist zum Teil <a href="Abiotische_Umweltfaktoren" title="Abiotische Umweltfaktoren">abiotisch</a>, zum Teil <a href="Biotische_Umweltfaktoren" title="Biotische Umweltfaktoren">biotisch</a>. Die biotische Oxidation wird durch <a href="Bakterien" title="Bakterien">Bakterien</a> der Gattung <i><a href="Gallionella" title="Gallionella">Gallionella</a></i>, im Wesentlichen <i>G. ferruginea</i>, bewirkt. Die Manganoxidation verläuft langsamer als die Eisenoxidation und ist ebenfalls zum Teil biotisch (spezifische Mangan-oxidierende Bakterien). Das ausgefallene Eisen(III)-oxidhydrat wird zum größten Teil in einer ersten Filtrationsstufe durch Kiesfilter entfernt (Enteisenung). In diesen Filtern befinden sich große Mengen an <i>Gallionella ferruginea</i>. Die ausgefällten Mangan(IV)-Verbindungen werden im unteren Drittel des kombinierten Enteisenungs- und Entmanganungsfilters bzw. in einer zweiten Filtrationsstufe mit Kiesfiltern entfernt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Organische_Verunreinigungen_und_Spurenstoffe">Organische Verunreinigungen und Spurenstoffe</h3></div>
<p><a href="Spurenstoffe" class="mw-redirect" title="Spurenstoffe">Spurenstoffe</a> und andere gelöste organische Stoffe werden durch Adsorption an <a href="Aktivkohle" title="Aktivkohle">Aktivkohle</a> und durch biologischen Abbau in Langsamfiltern oder durch Bodenpassage (Versickerung) entfernt. Oberflächennahe Grundwässer, wie Uferfiltrate von Flüssen, werden häufig mit <a href="Ozon" title="Ozon">Ozon</a> behandelt. Durch diese Behandlung werden sowohl organische Stoffe als auch Eisen- und Manganverbindungen oxidiert. Während Eisen als Oxidhydrat ausgefällt wird, oxidiert Mangan bis zum Permanganat. Für die nachfolgende Filtration eines derartig mit Ozon behandelten Wassers werden deshalb 2-Schichtfilter oder Doppelschichtfilter verwendet. Bei den 2-Schichtfiltern besteht die untere Schicht aus Kies, in der ungelöste und ausgefällte Bestandteile abfiltriert werden, soweit diese nicht von der oberen ersten Schicht bereits aufgenommen wurden. Die 2. obere Schicht besteht aus grobkörniger Aktivkohle. Diese Schicht adsorbiert die anoxidierten organischen Stoffe und reduziert das Permanganat zu ausgefällten Mangan(IV)-Verbindungen, die abfiltriert werden können. Bei den Doppelstockfiltern kann durch die räumliche Trennung das spezifisch schwerere Filtermaterial wie <a href="Aktivkoks" title="Aktivkoks">Aktivkoks</a> oder Kies im oberen und die leichtere Aktivkohle im unteren Filterteil angeordnet werden. Hierdurch wird bei den Doppelstockfiltern eine schnellere Verschlammung der Aktivkohle durch die Abfilterung von Feststoffen vermieden. Bei der Filterrückspülung (Ausspülung der Ablagerungen) wird die spezifisch leichtere Aktivkohle immer wieder als oberste Filterschicht abgelagert.
</p><p>Eine Entfernung der Spurenstoffe durch technische Verfahren der Trinkwasseraufbereitung ist schwer oder erhöht den Aufwand bei der Aufbereitung erheblich. Um die Trinkwasserressourcen allgemein zu schützen und die Wasserwerke zu entlasten, werden zunehmend <a href="Vierte_Reinigungsstufe" title="Vierte Reinigungsstufe">Vierte Reinigungsstufen</a> zur Beseitigung von Spurenstoffen auf Kläranlagen installiert.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit können allerdings nur Punkteinträge minimiert werden. Diffuse Eintragspfade wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft können so nicht verringert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Desinfektion">Desinfektion</h3></div>
<p>Ist mit <a href="Pathogenit%C3%A4t" title="Pathogenität">pathogenen</a> Bakterien und <a href="Viren" title="Viren">Viren</a> zu rechnen, so ist eine <a href="Desinfektion" title="Desinfektion">Desinfektion</a> erforderlich. Diese kann durch <a href="Ultrafiltration" title="Ultrafiltration">Ultrafiltration</a> im Wasserwerk oder durch <a href="Ozon" title="Ozon">Ozonierung</a> erfolgen. Nach einer Filtration kann durch Zusatz von Chlor, Chlordioxid oder <a href="Natriumhypochlorit" title="Natriumhypochlorit">Natriumhypochlorit</a> (<a href="Chlorung" title="Chlorung">Chlorung</a>) eine Transportchlorung vorgenommen werden, um eine Wiederverkeimung im Netz zu verhindern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Enthärtung"><span id="Enth.C3.A4rtung"></span>Enthärtung</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Wasserenth%C3%A4rtung" title="Wasserenthärtung">Wasserenthärtung</a></i></div>
<p>Wasser mit hoher <a href="Wasserh%C3%A4rte" title="Wasserhärte">Carbonathärte</a> muss für viele Zwecke durch Entcarbonatisierung teilenthärtet werden. Bei membranfiltriertem Wasser müssen, je nach verwendeter Porenstärke, Stoffe wie Mineralien hinzugesetzt werden, um eine ausreichende <a href="Osmolarit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Osmolarität">Osmolarität</a> zu erreichen.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine in Deutschland häufig eingesetzte Technik zur Enthärtung von Trinkwasser ist das <a href="CARIX-Verfahren" title="CARIX-Verfahren">CARIX-Verfahren</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entsalzung">Entsalzung</h3></div>
<p>Für die Gewinnung von Trinkwasser aus salzreichem Rohwasser werden Anlagen nach dem Prinzip der Umkehrosmose verwendet. Grundwasser ist meist von so guter Qualität, dass es ohne Flockung und Desinfektion zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Weitergehende Verfahren der Trinkwasseraufbereitung sind Enthärtung und Teilentsalzung mit Hilfe von <a href="Ionenaustauscher" title="Ionenaustauscher">Ionenaustauschern</a> oder der <a href="Membrantechnik" title="Membrantechnik">Membrantechnik</a> wie <a href="Osmose" title="Osmose">Osmose</a> und <a href="Dialyse_(Chemie)" title="Dialyse (Chemie)">Dialyse</a>. Ein Anteil an Uran kann durch den Einsatz von Ionenaustauschern aus dem Trinkwasser entfernt werden, es sind Verfahren auf dem Markt.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Meerwasserentsalzung" title="Meerwasserentsalzung">Meerwasserentsalzung</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechtsfragen">Rechtsfragen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Trinkwasserverordnung" title="Trinkwasserverordnung">Trinkwasserverordnung</a>, <a href="Wasserrecht" title="Wasserrecht">Wasserrecht</a> und <a href="Gew%C3%A4sserschutz" title="Gewässerschutz">Gewässerschutz</a></i></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Wasserwirtschaft" title="Wasserwirtschaft">Wasserwirtschaft</a></i></div>
<p>In Deutschland und in Österreich wird die Beschaffenheit des Trinkwassers durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) geregelt. Mit Novellierungen dieser Verordnungen wurde die <a href="Richtlinie_98/83/EG" class="mw-redirect" title="Richtlinie 98/83/EG">Richtlinie 98/83/EG</a> „Über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ in nationales Recht umgesetzt. In Österreich wurde die entsprechende Novelle der Trinkwasserverordnung am 21. August 2001 verkündet und in Deutschland ist sie am 1. Januar 2003 in Kraft getreten. Die Einhaltung der Trinkwasserverordnung durch den Wasserversorger wird von den Gesundheitsämtern kontrolliert.
</p><p>In Deutschland ist für die Normung und Zulassung von Verfahren und Materialien im Bereich des Trinkwassers der <a href="DVGW" class="mw-redirect" title="DVGW">DVGW</a> e.&nbsp;V. zuständig. Die Zuständigkeiten umfassen alle Aspekte der Trinkwasseraufbereitung, Speicherung und Verteilung und haben einen bindenden Charakter, ähnlich einer DIN-Norm.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Weltgesundheitsorganisation" title="Weltgesundheitsorganisation">WHO</a> hat eine Norm für Trinkwasser erstellt, an der sich die EU-Richtlinie und die TrinkwV orientieren. In diesen Verordnungen werden unter anderem die zu prüfenden Stoffe im Trinkwasser und die zugehörigen zulässigen Grenzwerte sowie die Häufigkeit der durchzuführenden Messungen festgelegt. Die Grenzwerte, die es erlauben, ein Wasser als Trinkwasser freizugeben, sind am Gedanken der <a href="Gesundheitsf%C3%B6rderung" title="Gesundheitsförderung">Gesundheitsförderung</a> (<a href="Vorsorgeprinzip" title="Vorsorgeprinzip">Vorsorgeprinzip</a>) orientiert. Ein Problem ist dabei, dass durch die Analysen nicht alle denkbaren oder bekannten Belastungen erfasst werden. Im Wasser können leicht 1500 Stoffe anthropogenen Ursprungs gefunden werden. Die WHO verlangt von 200 Stoffen wegen ihrer bekannten Auswirkung auf die Gesundheit, dass sie geprüft werden. Nach der deutschen TrinkwV sind insgesamt nur 33 möglicherweise im Wasser befindliche Stoffe mit zugehörigen Grenzwerten genannt, die bei einer vollständigen Trinkwasseruntersuchung geprüft werden müssten. Allerdings ist ein Indikatorprinzip umgesetzt, damit wird gruppenweise die Wahrscheinlichkeit für die Belastung mit verwandten Stoffen einschätzbar gemacht, so steht <i>Escherichia coli</i> (<i>E. coli</i>) für alle Fäkalkeime und die Summe von Quecksilber, Blei und Cadmium steht für alle <a href="Schwermetalle" title="Schwermetalle">Schwermetalle</a>.
</p><p>Der Gehalt an <i>Escherichia coli</i> wird kulturell im Labor bestimmt, Zielwert für Trinkwasser sind 0 KBE in 100 ml (KBE = koloniebildende Einheiten). Alternativ dazu kann die Messung auf Basis des Stoffwechsels der Bakterien erfolgen, was eine Bestimmung innerhalb von 30 Minuten ermöglicht.
</p><p>Die deutschen Wasserversorgungsunternehmen liefern gute bis sehr gute Qualität. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle zweite Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Umweltbundesamtes (UBA) über die „Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“, der die Jahre 2005 bis 2007 betrachtet. Demnach halten über 99&nbsp;% der Anlagen die strengen gesetzlichen Anforderungen ein.
</p><p>Eine Auswertung von 30.000 Wasserdaten der AQA (Aqua Quality Austria) ergab, dass 21,6&nbsp;% der Wasserprobe zumindest einen Grenzwert bei unerwünschten Inhaltsstoffen überschreitet. Blei und Nickel aus Leitungen und Armaturen sind das Hauptproblem; AGA appellierte daher schon wiederholt an die herstellende Industrie, verlässliche Lösungen zu entwickeln. In Österreich wurde der Grenzwert für Blei 2013 von 25 μg/l Blei auf 10 μg/l gesenkt. Chrom, Kupfer und Nitrat sind weitere auftretende Problemstoffe. In Hausbrunnen, insbesondere in solchen, die nur saisonal oder sporadisch genutzt werden, wurde das Trinkwasser in 40&nbsp;% der Fälle mangels Hygiene als „nicht genusstauglich“ bewertet. Besonders können sich Starkregen oder Hochwasser negativ auswirken.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 2. Juli 2019 hat der <a href="Nationalrat_(%C3%96sterreich)" title="Nationalrat (Österreich)">österreichische Nationalrat</a> ein Verbot der Privatisierung von Trinkwasser in der <a href="Bundes-Verfassungsgesetz" title="Bundes-Verfassungsgesetz">Bundesverfassung</a> verankert.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Recht_auf_Zugang_zu_sauberem_Wasser" title="Recht auf Zugang zu sauberem Wasser">Recht auf Zugang zu sauberem Wasser</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklungsländer"><span id="Entwicklungsl.C3.A4nder"></span>Entwicklungsländer</h2></div>

<p>Etwa zwei bis drei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist in <a href="Entwicklungsland" title="Entwicklungsland">Entwicklungsländern</a> die Hauptursache für Krankheiten und Todesfälle, vor allem für hohe Kindersterblichkeit.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zahlreiche Entwicklungsprojekte widmen sich der Lösung dieses Problems, doch zwei bis drei Milliarden Menschen werden von keinem dieser Projekte erreicht. Ein bedeutendes Hindernis stellt die Bindung der Förderung seitens der EU-Entwicklungshilfe an private Wasserversorgungsunternehmen dar. Selbsthilfe durch kommunale und genossenschaftliche Lösungen bleibt ohne Förderung.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine einfache Notwasseraufbereitung für Krisengebiete oder Slums wurde in der Schweiz mit dem Projekt <a href="SODIS" title="SODIS">SODIS</a> entwickelt, dieses Verfahren wird von der WHO zur Trinkwasserdesinfektion auf Haushaltsebene empfohlen.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Umweltaspekte">Umweltaspekte</h2></div>

<p>Trinkwasser aus dem Hahn verursacht bis zu tausendmal weniger Umweltbelastungen als <a href="Mineralwasser" title="Mineralwasser">Mineralwasser</a>, wie in Vergleichsuntersuchungen (<a href="%C3%96kobilanz" class="mw-redirect" title="Ökobilanz">Ökobilanz</a>) für die Schweiz<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Deutschland<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> festgestellt wurde. Belastende Aspekte für die Ökobilanz des Trinkwassers sind die Infrastruktur für Aufbereitung und Verteilung sowie der Energieverbrauch für das Pumpen.<sup id="cite_ref-ESU1_61-0" class="reference"><a href="#cite_note-ESU1-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Gewinnung von Trinkwasser wird Energie aufgewendet. Insofern gehört zum Umweltschutz die Vermeidung der Verschwendung von Trinkwasser. Soll Trinkwasser durch Betriebswasser (beispielsweise Niederschlagswasser, Grauwasser) substituiert werden, müssen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, um eine Gefährdung des Trinkwassers und der Nutzer auszuschließen. Entsprechende Anforderungen an Planung, Errichtung und Betrieb von Betriebswasseranlagen werden in der Richtlinie VDI 2070<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beschrieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Trinkwasserinstallationen">Trinkwasserinstallationen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Trinkwasserinstallation" title="Trinkwasserinstallation">Trinkwasserinstallation</a></i></div>
<p>Als <a href="Trinkwasserinstallation" title="Trinkwasserinstallation">Trinkwasserinstallation</a> (Hausinstallation) wird im Allgemeinen der Teil des Trinkwassernetzes ab dem Hauptwasserzähler eines Gebäudes bis zu den Entnahme<a href="Armatur" title="Armatur">armaturen</a> bezeichnet. Je nach Zusammenhang können die Anlagenteile ab der <a href="Wasserhauseinf%C3%BChrung" title="Wasserhauseinführung">Wasser-Hauseinführung</a> eines Gebäudes oder ab der Grundstücksgrenze zur Hausinstallation gezählt werden. In der Regel gehört die Leitungsanlage bis zum Wasserzähler jedoch dem <a href="Wasserversorgungsunternehmen" title="Wasserversorgungsunternehmen">Wasserversorgungsunternehmen</a>.
</p><p>Zur Kennzeichnung von Kalt-, Warm- und <a href="Zirkulationsleitung" class="mw-redirect" title="Zirkulationsleitung">Zirkulationsleitungen</a> siehe <a href="Wasserleitung#Kennzeichnung" title="Wasserleitung">Wasserleitung#Kennzeichnung</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hygienische_Anforderungen">Hygienische Anforderungen</h3></div>

<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Trinkwasserhygiene" title="Trinkwasserhygiene">Trinkwasserhygiene</a> und <a href="Water_Safety_Plan" title="Water Safety Plan">Water Safety Plan</a></div>
<p>Trinkwasser ist in der Regel nicht steril und darf eine bestimmte Konzentration von Bakterien enthalten. Wenn das Wasser über längere Zeit in den Leitungen steht <i>(<a href="Stagnation" title="Stagnation">Stagnation</a>)</i>, kann es zu einer erhöhten Vermehrung von gesundheitsgefährdenden Keimen wie <a href="Legionellen" title="Legionellen">Legionellen</a> kommen. Dies gilt insbesondere, wenn sich das Wasser dabei über die Temperatur von 8 bis 10 °C hinaus erwärmt, mit der es im Regelfall von der kommunalen Trinkwasserversorgung ins Haus gelangt. Zur Vermeidung der Stagnation wird in der Richtlinie <a href="VDI/DVGW_6023" title="VDI/DVGW 6023">VDI/DVGW 6023</a> „Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung“ empfohlen, Wasser in Trinkwasserinstallationen wenigstens alle 72 Stunden einmal vollständig auszutauschen. Betreiber und Nutzer von Trinkwasserinstallationen sollten daher bei längerer Abwesenheit dafür sorgen, dass jede Trinkwasserzapfstelle (Handwaschbecken, WC, Dusche) regelmäßig gespült wird. Dies kann organisatorisch (durch manuelles Öffnen der Zapfstellen) oder technisch geregelt werden (automatische Spülarmaturen). Nach der Trinkwasserverordnung ist der „Unternehmer und sonstige Inhaber“ der Trinkwasserinstallation haftbar für Schäden, die durch einen nicht bestimmungsgemäßen Betrieb von Trinkwasserinstallationen entstehen. Von ihm ist eine Gefährdungsanalyse zu veranlassen.
</p><p>In <a href="Trinkwassernetz" title="Trinkwassernetz">Trinkwassernetzen</a>, die nach den <a href="Anerkannte_Regeln_der_Technik" title="Anerkannte Regeln der Technik">anerkannten Regel der Technik</a> wie der DIN 1988 gebaut und betrieben werden, haben stagnierende Bedingungen nur einen untergeordneten Einfluss auf die Koloniezahlerhöhung.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Prüfzeichen_für_Trinkwasserinstallationen"><span id="Pr.C3.BCfzeichen_f.C3.BCr_Trinkwasserinstallationen"></span>Prüfzeichen für Trinkwasserinstallationen</h4></div>
<p>Nach der deutschen <a href="Trinkwasserverordnung" title="Trinkwasserverordnung">Trinkwasserverordnung</a> (TrinkwV 2001) und der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser“ (AVB-WasserV) dürfen nur Produkte für Trinkwasserinstallationen verwendet werden, die ein <a href="DVGW" class="mw-redirect" title="DVGW">DVGW</a> oder DIN-DVGW Prüfzeichen tragen.<sup id="cite_ref-IKZ_64-0" class="reference"><a href="#cite_note-IKZ-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Betriebstemperaturen">Betriebstemperaturen</h4></div>
<p>Die DIN EN 806-2 stellt fest, dass aus hygienischen Gründen 30 Sekunden nach dem Öffnen einer Zapfstelle die anliegende Temperatur des kalten Wassers 25&nbsp;°C nicht übersteigen und die des <a href="Warmwasser" title="Warmwasser">warmen Wassers</a> 60&nbsp;°C nicht unterschreiten sollte, sofern lokale Richtlinien dem nicht entgegenstehen. Zusätzlich sollte das <a href="Warmwasser" title="Warmwasser">Warmwasser</a> an jeder Zapfstelle auf 70&nbsp;°C erwärmt werden können, um Leitungen und Armaturen thermisch zu desinfizieren. Hierdurch soll in erster Linie die Vermehrung von <a href="Legionellen" title="Legionellen">Legionellen</a>-Bakterien unterbunden werden.
</p><p>Die nationale Ergänzungsnorm DIN 1988-200 nennt ähnliche Werte, fordert diese jedoch explizit. Demnach darf 30 Sekunden nach dem Öffnen einer Zapfstelle für Kaltwasser die Temperatur 25&nbsp;°C nicht übersteigen und die Warmwassertemperatur muss mindestens 55&nbsp;°C erreichen. In Technikzentralen und Installationsschächten soll die Temperatur des Kaltwassers möglichst 25&nbsp;°C nicht überschreiten.
</p><p>Zum Schutz vor <a href="Verbr%C3%BChung" class="mw-redirect" title="Verbrühung">Verbrühung</a> soll das <a href="Leitungswasser" title="Leitungswasser">Leitungswasser</a> je nach Nutzergruppe jedoch in öffentlichen Gebäuden mit höchstens 38 – 45 °C aus der Entnahmestelle treten.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wasser mit über 60 °C kann innerhalb von Sekunden zu Verbrühungen führen, während dies bei 50 °C heißem Wasser erst nach etwa 2 Minuten der Fall ist.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Absperrbereiche">Absperrbereiche</h4></div>
<p>Nach der DIN EN 806-2 müssen alle Verbrauchs- und Verteilungsleitungen absperrbar und entleerbar sein. Jeder Gebäudeteil mit eigener Wasserzuführung muss absperrbar sein. Ebenso müssen die Trinkwasserleitungen zu jedem Stockwerk und zu jeder Wohnung einzeln absperrbar sein. Die <a href="Absperrarmatur" class="mw-redirect" title="Absperrarmatur">Absperrarmaturen</a> sollten gut zugänglich in der Nähe der Eintrittsstelle angeordnet werden. Im Besonderen sollen alle Leitungen, die von der Hauptleitung abzweigen und mehrere Nutzungseinheiten gemeinsam versorgen, eine Absperrung erhalten. Zusätzlich muss jeder Waschmaschinenanschluss, Spülkasten, Wasserbehälter, Wassererwärmer und jeder sonstige Apparat eine eigene Absperrarmatur erhalten.
</p><p>Die DIN 1988-200 verlangt mindestens ein Absperrventil mit Entleerungshahn nach dem Wasserzähler und weitere Absperrmöglichkeiten, wenn dies zur Wartung der Leitungsanlage erforderlich ist. An jedem Zapfhahn und Geräteablauf muss eine ausreichende Entwässerungseinrichtung (Abwasseranschluss) vorhanden sein. Absperr-, Entleerungs-, <a href="Sicherheitsarmatur" class="mw-redirect" title="Sicherheitsarmatur">Sicherheits-</a> und <a href="Sicherungsarmatur" title="Sicherungsarmatur">Sicherungsarmaturen</a> müssen leicht bedienbar und zugänglich angebracht sein.
</p><p>Selten benutzte oder durch Frost gefährdete Leitungen, wie solche zu Nebengebäuden, Garten- und Hofbereichen, müssen direkt am Abzweig von der Hauptleitung eine Absperr- und Entleerungsarmatur erhalten und sollten gekennzeichnet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kaltwasser-Zuleitungen">Kaltwasser-Zuleitungen</h4></div>
<p>Nach der DIN 1998-200 sollen die Zuleitungen zu einzelnen Entnahmearmaturen so kurz wie möglich ausgeführt werden und höchstens ein Volumen von 3 l enthalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Brauchwasser" class="mw-redirect" title="Brauchwasser">Brauchwasser</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Heinrich Sontheimer, Paul Spindler, Ulrich Rohmann: <i>Wasserchemie für Ingenieure</i>. DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut der <a href="Karlsruher_Institut_f%C3%BCr_Technologie" title="Karlsruher Institut für Technologie">Universität Karlsruhe</a> / ZfGW-Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-922671-00-4.</li>
<li>K-D. Henning, J. Degel, J. Klein, K. Knoblauch: <i>Kohlenstoffhaltige Filtermaterialien für die Ein- und Mehrschichtfilteration.</i> In: <i>gwf-Wasser/Abwasser.</i> Band 127, H. 6, 1986, S. 275–282.</li>
<li>Thomas Rätz: <i>Trinkwasser aus Waldgebieten. Wohlfahrtsökonomische Analyse am Beispiel des Pfälzerwaldes</i>. (= <i>Schriften aus dem Institut für Forstökonomie der Universität Freiburg.</i> Band 6). Institut für Forstökonomie, Freiburg im Breisgau 1996, ISBN 3-9803697-5-7. (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Albert-Ludwigs-Universit%C3%A4t_Freiburg" title="Albert-Ludwigs-Universität Freiburg">Universität Freiburg im Breisgau</a> 1996).</li>
<li>Thomas Kluge, <a href="Engelbert_Schramm_(Biologe)" title="Engelbert Schramm (Biologe)">Engelbert Schramm</a>: <i>Wassernöte. Zur Geschichte des Trinkwassers.</i> 2. Auflage. Volksblatt, Köln 1988, ISBN 3-923243-38-3.</li>
<li>Rolf Seyfarth u. a.: <i>Kleines Lexikon zur Trinkwasser-Beschaffenheit</i>. Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-26474-5.</li>
<li>Hans W. Möller: <i>Trinkwassergefährdung und Trinkwasserpolitik. Eine marktwirtschaftliche Konzeption des Trinkwasserschutzes</i>. Nomos, Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-6378-9. (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Hohenheim" title="Universität Hohenheim">Universität Hohenheim</a> 1999).</li>
<li><a href="Karl_H%C3%B6ll" title="Karl Höll">Karl Höll</a>, Andreas Grohmann: <i>Wasser – Nutzung im Kreislauf: Hygiene, Analyse und Bewertung.</i> 8. Auflage. de Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-012931-0.</li>
<li><a href="Hermann_H._Dieter" title="Hermann H. Dieter">Hermann H. Dieter</a>: <i>Kommentar zur Bewertung der Anwesenheit nicht oder nur teilbewertbarer Stoffe im Trinkwasser aus gesundheitlicher Sicht.</i> In: <i>Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz.</i> Band 46, 2003, S. 245–248.</li>
<li>Giulio Morteani, Lorenz Eichinger: <i>Arsen im Trinkwasser und Dearsenierung. Gesetzliche Vorschriften, Toxikologie, Hydrochemie.</i> In: <i>Wasser, Luft, Boden.</i> Band 48, Nr. 6, 2003, S. 24–26, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220938-8303%22&amp;key=cql">0938-8303</a></span></span>.</li>
<li><a href="Martin_Exner" title="Martin Exner">Martin Exner</a>: <i>Die infektionsepidemiologische Bedeutung von <a href="Helicobacter_pylori" title="Helicobacter pylori">Helicobacter pylori</a> mit besonderer Berücksichtigung von unbehandelten Brunnenwasser als Infektionsreservoir.</i> In: <i>Hygiene und Medizin.</i> Band 29, Nr. 11, 2004, S. 418–422, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220172-3790%22&amp;key=cql">0172-3790</a></span></span>.</li>
<li>Steffen Niemann, Olivier Graefe: <i>Wasserversorgung in Afrika.</i> In: <i>Geographische Rundschau.</i> Band 58, Nr. 2, 2006, S. 30–39. <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220016-7460%22&amp;key=cql">0016-7460</a></span></span>.</li>
<li>Thomas Chatel: <i>Wasserpolitik in Spanien – eine kritische Analyse.</i> In: <i>Geographische Rundschau.</i> Band 58, Nr. 2, 2006, S. 20–29. <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220016-7460%22&amp;key=cql">0016-7460</a></span></span>.</li>
<li><a href="Thomas_Kluge_(Umweltforscher)" title="Thomas Kluge (Umweltforscher)">Thomas Kluge</a>, Jens Libbe (Hrsg.): <i>Transformation netzgebundener Infrastruktur. Strategien für Kommunen am Beispiel Wasser.</i> (= <i>Difu-Beiträge zur Stadtforschung.</i> Band&nbsp;45). Berlin 2006, ISBN 3-88118-411-2.</li>
<li>Thoralf Schlüter: <i>Trinkwasserversorgung im internationalen Vergleich. Versorgungssituation, wasserwirtschaftliche Strukturen und Trinkwasserpreise</i>. Diplomica, Hamburg 2006, ISBN 3-8324-9339-5.</li>
<li>Hans-Jürgen Leist: <i>Wasserversorgung in Deutschland – Kritik und Lösungsansätze.</i> Oekom, München 2007, ISBN 978-3-86581-078-6.</li>
<li>Jens Libbe, Ulrich Scheele: <i>Räumliche Aspekte von Qualitäts- und Versorgungsstandards in der deutschen Wasserwirtschaft.</i> In: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): <i>Infrastruktur und Daseinsvorsorge in der Fläche</i>. (= <i>Informationen zur Raumentwicklung.</i> Heft 1/2, 2008), S. 101–112, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220303-2493%22&amp;key=cql">0303-2493</a></span></span>.</li>
<li>Matthias Nast: <i>Trinkwasser – Unser wichtigstes Lebensmittel. Ratgeber der Stiftung für Konsumentenschutz</i>. Ott, Bern 2010, ISBN 978-3-7225-0118-5.</li>
<li>Matthias Maier, Volker Steck, Matthias Maier (Hrsg.): <i>Trinkwasser: Lebensgrundlage einer jungen Stadt.</i> (= <i>Häuser- und Baugeschichte.</i> Band 13). herausgegeben vom Stadtarchiv Karlsruhe und von den Stadtwerken Karlsruhe. Info-Verlag, Karlsruhe 2015, ISBN 978-3-88190-830-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Drinking_water?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Trinkwasser</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Trinkwasser" class="extiw external" title="wikt:Trinkwasser">Wiktionary: Trinkwasser</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4060916-9">Literatur von und über Trinkwasser</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.forum-trinkwasser.de/">Forum Trinkwasser und seine Qualität in Deutschland</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3058.pdf">Ratgeber des Umweltbundesamtes <i>Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn</i></a> (PDF-Datei; 457&nbsp;kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wasserqualitaet.ch/">Trinkwasserqualität in der Schweiz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/verantwortlichkeiten/sicheres-trinkwasser.html">Trinkwasser</a> – Informationen des <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Lebensmittelsicherheit_und_Veterin%C3%A4rwesen" title="Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen">Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/482388/">Heiko Wimmen: <i>Konfliktstoff Wasser: Erbitterter Streit im Nahen Osten</i></a> (<a href="Deutschlandfunk" title="Deutschlandfunk">Deutschlandfunk</a>, 22. März 2006 – <i>auch als Audio-on-Demand</i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.srf.ch/news/schweiz/bericht-des-bafu-trinkwasser-ist-vielerorts-ungenuegend-geschuetzt">srf.ch: <i>Bericht des Bafu – Trinkwasser ist vielerorts ungenügend geschützt</i></a> (23. Januar 2019)</li>
<li><a href="Spektrum.de" title="Spektrum.de">Spektrum</a>.de: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/news/sauberes-wasser-macht-immer-mehr-aufwand/1684312">Sauberes Wasser macht immer mehr Aufwand</a></i> 12. November 2019</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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Die Einschätzungen des EPI beruhen wiederum auf Daten der <i>Global Burden of Disease (GBD) study</i> des <a href="Institute_for_Health_Metrics_and_Evaluation" title="Institute for Health Metrics and Evaluation">Institute for Health Metrics and Evaluation</a> (IHME)</span>
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.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


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<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">Die DIN EN 806-2 fordert eine Höchsttemperatur von 45 °C für öffentliche Gebäude. In Altersheimen und Einrichtungen für Kinder sollten allgemein 43 °C und in Duschen 38 °C nicht überschritten werden. Die VDI 3818 empfiehlt generell 40 °C für öffentliche Bäder und Toiletten.</span>
</li>
<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text">FAQ Thermostatic mixing valves – <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180920050428/http://www.esbe.eu/de/en/support/faq/faq-thermostatic-mixing-valves?qid=9Ac_4doDcU-RUEehh-b7FA">Why is it important to have a thermostatic mixing valve?</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 20. September 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), ESBE AB, Sweden</span>
</li>
</ol></div>

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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4060916-9">4060916-9</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85039599">sh85039599</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00564151">00564151</a></span> </div>
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